Kronenrad Royal

Die ersten Kronenrad Royal Getriebe sind von Leonardo da Vinci für Mühlen und Wasserpumpen gebaut worden, natürlich aus Holz. Mit dem Einzug der Computer in die Berechnung von Zahnrädern wurden die ersten Hochleistungs Royal Kronenrad Getriebe an der Universität Eindhoven zusammen mit Philips entwickelt und hergestellt.

Ein Kronenrad Royal Getriebe ist in klassischer Bauweise ein Winkelgetriebe, ähnlich wie ein Kegelradgetriebe. Die Kronenrad Royal Geometrie sieht auf den ersten Blick aus wie eine gebogene Zahnstange und definiert sich durch die Übersetzung, die Ritzel-Geometrie und -Position. In den meisten Anwendungen findet sich ein Achswinkel von 90°, wobei bei einem Kronenradgetriebe der Achswinkel von 0° bis 180° variiert werden kann.

Ein wichtiger Vorteil des Kronenrad Royal Getriebes ist die axiale Freiheit des Ritzels. Damit ist das Tragbild am Kronenrad Royal unabhängig von der axialen Position des Ritzels. Dies erleichtert die Montage und den Aufbau des Winkelgetriebes, da keine Axiallagerung des Ritzels notwendig ist.

Die Vorteile im Überblick

  • hoher Wirkungsgrad (vergleichbar mit einem Stirnradgetriebe)
  • unempfindlich auf Temperaturänderungen, da die Ritzel Welle axial verschoben werden kann
  • axiale Freiheit des Ritzels, somit wird das Tragbild nicht durch die axiale Ritzelposition beeinflusst
  • keine Axialkräfte am Ritzel, somit kompaktere Bauweise für Winkelantrieb
  • Möglichkeit zur Kopflagerung der Ritzel-Welle und dadurch höhere Steifigkeit und verbesserte Schwingungsdämpfung
  • hohe Übersetzungen in einer Stufe realisierbar, bis zu i=20
  • Mehrfachabtriebe realisierbar, d.h. mehrere Ritzel können mit einem Kronenrad angetrieben werden
  • zwischen 0° und 180° beliebige Achswinkel darstellbar
  • geringe Eigenschwungmasse
  • grosse Hohlwelle möglich
  • mittels Schrägverzahnung lässt sich achsversetzt darstellen